Maximum Respekt

Erinnerungen an Maximilian

Hier können jene, die Max kannten, ihre Erinnerungen eintragen.

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Freunde Familie Reisen Schule Freizeit Gedanken

21.02.2005

Vor 10 Jahren….

Abgelegt unter:  maxismum um 0:11:00

Heute, am 20. Februar vor 10 Jahren, verstarb Maximilians und Miggis Großvater an der unheilbaren Alzheimerkrankheit. Er wurde von der Familie bis zuletzt zu Hause gepflegt.
Meine Mutter - jetzt 89 J. - opferte sich für ihren schwerkranken Mann auf. Ohne die tatkräftige Hilfe ihrer beiden Enkel Ralf und Stefan sowie von allen Anderen wäre es nicht möglich gewesen meinen Vater ein Leben und Sterben in Würde zu schenken.
Es war für mich und meine Familie sehr schwer immer nur mit Worten und so selten mit Taten helfen zu können da wir 250 Km entfernt wohnten und arbeiteten.
Am Tag vor seinem Tod wachte ich eine letzte Nacht bei meinem Vater. Wir konnten uns verabschieden. Das war eine große Gnade. Ich werde diesen bescheidenen, hochintelligenten, klugen Mann und liebevollsten Vater immer mit Liebe in Erinnerung behalten.
Es ist mir ein wenig Trost, dass Max jetzt sicher mit ihm zusammen ist.

20.02.2005

Heute vor einem Jahr…….

Abgelegt unter:  maxismum um 16:35:16

Heute vor einem Jahr war Karnevalsfreitag.
Der Tag an dem du deinen Führerschein machtest. Ein Tag zum feiern …… dachten wir bis zum 23.3.2004 um 9.23 Uhr.
Es war ein schöner fast sonniger Frühlingstag, aber sehr kalt. So kalt wie deine Hände an dem Morgen. Ich spürte wie aufgeregt du warst. Äußerlich warst du sehr COOL. Seit über einem Jahr wartest du auf diesen Tag.
Die Wahl der Fahrschule hattest du alleine mit Freunden getroffen. Im Nachhinein denke ich, es war absolut die Falsche.
Das Führerscheinfoto war schon vor ca. 10 Monaten gemacht worden, das Auto stand seit deinem 18. Geburtstag im März 2003 vor der Haustüre, fertig angemeldet, versichert … - alles war bereit. Nur dieser Führerschein fehlte.
Seltsam fand ich, dass du eigentlich gar nicht an dem Auto herumbastelst oder im Vorhof einparken übtest.
Nein, erst wolltest du den Schein in der Hand halten.
Papa und ich fuhren ab und zu mit dem Auto. Es lief prima, hatte nur eine für mich seltsame Kupplung, irgendetwas war da so blöd daran, das ich immer an den Ampeln abwürgte. ”Na, Max, daran musst du dich erst gewöhnen, das Ding ist nicht so einfach zu fahren,” das hat er mir nachher bestätigt.
Aber heute sollte es endlich soweit sein. Führerscheinprüfung!
Die Fahrstunden waren meist mit riesigen Abständen erteilt worden. Erst zuletzt bekam Max mal 5 Std. in engerem zeitlichen Zusammenhang.
Es hat geklappt!!! Als ich um ca. 14.00 Uhr nach Hause kam, strahlte mir Max in der Haustüre schon entgegen, den Führerschein in der winkenden Hand. Die Sonne strahlte mit Max und mir um die Wette.
Er fuhr sofort zu seinem Freund Micha und nahm den vergessenen Regenschirm mit. Er war soooo stolz.
Wir, die Eltern fuhren an diesem Wochenende in den Schwarzwald zu Verwandten. Max und Miggi wollten bei uns zu Hause Party machen, was sie auch gemacht haben. Wir vertrauten Max völlig. Er würde das Auto nach Alkoholgenuß nicht mehr anfassen, da brauchten wir nicht zu ermahnen. Max war sehr verantwortungsbewußt.
So war es auch, erst am Dienstagabend fuhr er eine kurze Strecke, ca 500m, zum Altglascontainer.
Max steckte mitten im Abi und hatte nicht viel Zeit herumzufahren. Kurze Fahrten zur Schule, ca. 3,5 km - und zu seinen Freunden, das war alles. Bis auf 2 Fahrten nach Oberhausen ins Centro. Einmal mit mir und einmal mit Freunden. es waren reine Stadtfahrten. Bis auf die Rückfahrt mit seinen Freunden vom Centro. Die Freunde wollten über die Autobahn zurück. Max berichtete mir, dass er enorme Schwierigkeiten gehabt habe die Auffahrt zu finden . Er war sehr gestresst und bat mich mit ihm Autobahnfahren zu üben. “Klar, Max sag wann?". Wir kamen nie mehr dazu.
Max hatte in diesen paar Tagen auch noch eine Grippe mit sehr hohem Fieber. Er lag mind.2 Tage echt schlimm im Bett. das war für ihn sehr ungewöhnlich. Er war sehr selten krank, aber wenn ihn was erwischte war es sehr heftig.
Im Nachhinein bin ich für diese Tage sehr dankbar. Ich konnte ihn da noch einmal so richtig umsorgen und pflegen. Ich weiß noch wie dankbar er war, als nach den eiskalten Wadenwickel das Fieber endlich sank.
Er lies sich auch mit Genuß die Brust, den Rücken und den Hals mit Erkältungsbalsam einreiben. In diesen Tagen stand das Auto wieder ohne seinen Besitzer herum. Ich glaube, er hat nur einmal in der Zeit getankt, und auch nur ,weil sein Papa damit nach Bonn gefahren war. Ja, er war sehr fahrunerfahren, das war sein und unser großes Verhängnis.
Max hatte sich ein kleines, preiswertes Auto gewünscht. Heute würde ich ein Anderes kaufen. Es kann gar nicht genug Blech um unsere Kinder herum sein. Wichtig wären auch Airbags und bessere Gurte gewesen. Diesen Vorwurf machen wir uns. Die Gurte waren so ausgeleiert (ca. 14 J. alt), es war echt egal ob man sie anlegte oder nicht. Wir wollten neue Gurte einbauen lassen, hatten das aber vergessen, da keine Citroenwerkstatt in unserer Nähe war. Max fuhr einen kleinen roten Citroen AX. Auch hatte das Auto ein altes Radio mit Kassettenlaufwerk. Um an eine Ersatzkassette in der tiefen Ablage auf der Beifahrerseite zu kommen mußte man sich abschnallen. Das Geld für ein neues Gerät mit CD-Wechsler hatte Max am 18.03.2004 bekommen, an seinem 19.Geburtstag. Nur fehlte es an der Zeit einen zu besorgen ……..
Im Autowrack habe ich später “Bandsalat” vorgefunden!!! Reste eines Tapes flatterten mir entgegen. (Der Wolf)
Er soll nicht angeschnallt gewesen sein?!

der beste Sohn den man sich erträumen und wünschen kann ist auf dem Weg zu den Sternen -
fragt nicht nach der Leere und dem Schmerz den er hinterlies -
Erinnert euch an sein Lachen, seinen brillianten Geist und seine Lebensfreude ……..
Einer - wie Keiner
Nichts ist so wie es einmal war …………………….