Endlich Wochenende…….
Freitags Mittags nach der Schule ging stets eine wundersame Wandlung mit Maximilian vor.
In der Woche war er ein gewissenhafter, fleiĂiger junger Mann der nicht mal ein Bierchen mit seinem Dad trinken wollte. Er war ein richtiges Arbeitstier und bĂŒffelte fĂŒr sein Abi, durch nichts lieĂ er sich ablenken.
Aber Freitag nach der Schule gings los. Pc- Zocken, mit Freunden telefonieren, verabreden und dann am Abend Feiern wie ein König!!!
Im Sommer war der Wolfsee sein Revier, Soundgarden, Space und wie die Discos alle hieĂen, er kannte sie alle.
Trotzdem fand er Privatfeiern noch am besten (Kathrin S., in eurem Partykeller feierte er seine ersten tollen Partys). Seine Freunde bedeuteten im Alles.
Er sagte mir immer wo er war und wann er nach Hause kommen wollte - und er hielt sich an seine Absprachen!
Ich hatte deshalb nie Angst um ihn, er war so zuverlĂ€ssig und ehrlich mir gegenĂŒber. Ich dachte nie daran, das ihm je etwas geschehen könnte. Er war so voller Leben !
Oft trafen wir uns dann mitten in der Nacht im Flur und redeten noch miteinander. Meist wartete in seinem Bett noch seine Schneewittchenkatze auf ihn, die er allerdings immer konsequent nach unten brachte. Erst ein kleiner Katzenkampf und dann wurde geschnurrt und “Fell” lies sich von ihm nach unten tragen. Das hĂ€tte mal jemand von uns wagen sollen, Schneewittchen hĂ€tte sich wie wild gewehrt.
Jetzt wartet Schneewittchen in der Nacht immer in seinem Zimmer auf ihn und Streuner von Max “Streuner-Lee ” (nach Bruce Lee genannt) unsere wilde Kampfkatze lĂ€uft maunzend nach Max suchend durchs Haus. Sie die sich nur von Max und mir anfassen lies, schlĂ€ft jetzt bei Miggi auf dem Bauch ein.
Am Morgen nach so heftigen Feiern und oft weiten FuĂmĂ€rschen nach Hause (hĂ€ttest ruhig mich anrufen können- wuĂtest du aber auch) muĂte Max sich erst mal bis mindestens 13.00 Uhr ausschlafen, dann tönte laute Musik durchs Haus und wir wussten: “Max ist wach”
Jetzt ist es still.
Sehnsucht!
Schmerz!
Liebe!
Mama
