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Erinnerungen an Maximilian - Maximum Respekt » Gedanken
Maximum Respekt

Erinnerungen an Maximilian

Hier können jene, die Max kannten, ihre Erinnerungen eintragen.

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29.03.2005

23.3.2005

Abgelegt unter:  maxismum um 10:48:10

Ich habe lange nachgedacht wie und wo ich dies reinschreiben soll.
Happy Birthday ? !
Ja, auch der 23.3. ist ein Geburtstag für Max.
Sein erster in einer neuen Welt, hoffentlich in einer besseren, schöneren Welt. Ich glaube fest daran dass das was Max ausmachte, seine Seele, manchmal noch bei uns ist.
Ich denke, er hat sich genauso über die Besucher und Kerzen und Blumen und Bilder an seiner Gedenkstätte gefreut wie ich.
Was uns dort und hier noch an lieben Taten und Gedanken erreichte war einmalig. Ich möchte allen von euch danken die an Max dachten. Selbst der “Unfallgegener” hat sich gemeldet und an uns und ihn gedacht. Ohne Groll…. danke Herr C. und ihnen und ihrer Freundin auch ein Happy Birthday.
Frau Jannes aus der Schweiz und Birgit M. haben mir wohl das schönste Geschenk gemacht.
Max hatte einen furchtbaren Fahrfehler gemacht. 4 Wochen Führerschein und an diesem Morgen wohl sehr unausgeschlafen , abgelenkt(Bandsalat) und unkonzentriert.
Wie gerne wäre er noch lebend unter uns………………..
Lasst ihn weiter in euren Erinnerungen leben, ich bin sicher, dass eure Gedanken ihn erreichen
Gaby

PS. Viele haben sich gefragt, wie wir diesen Tag verbracht haben.
Das habe ich mich vorher auch gefragt. Wie kann man solch einen Gedenktag der schmerzlichsten Art überleben?
Als der Tag näher rückte, kam auch die Erinnerung immer näher. Schmerzhaft und schön zugleich. Da lebte Max noch vor einem Jahr. Ab dem 23.3. um 9.23 Uhr wird nur noch der Tod in unserem Kopf sein.
In mir hatte sich ein Gedanke festgesetzt: ich muß an diesem Tag, genau zu der Uhrzeit an der Unfallstelle sein.
Diesmal muß ich da sein.
Iris und Georg begleiteten mich, sie waren bestimmt nicht leichten Herzens mitgekommen. Es war nicht einfach.
Der Tag war auch, wie der Todestag von Sonnenstrahlen durchflutet. Wir liefen schwerbepackt mit Pflanzen und Wasser durch den Wald.
An dem Kreuz das Tobi und Marcel errichten haben, pflanzten wir 2 Rosenstöcke und Vergißmeinicht.
Direkt an der Leitplanke wo Max verstorben ist, machten wir nichts, wir wollen nicht schuldig werden wenn ein Autofahrer dort abgelenkt wird.
Die Zeit kam————– das Leid war unermesslich.Die Sehnsucht und Liebe bleiben.
Danach fuhren wir nach Holland ans Meer. Ich bin sicher, das hat Max gefallen. Es war ein herrlicher Sonnentag und die Seele und der Körper hätten sich so richtig erholen können, wenn da nicht dieser Schmerz gewesen wäre.
Bei unserer Rückkehr warteten schöne Anrufe, ein überraschendes Foto und einige am Grab und ein Blumen und Kerzenmeer auf uns.
Danke an alle Menschen die an Max gedacht haben und ihn in ihren Herzen bewahren.

18.03.2005

1. Geburtstag ohne (?) dich…

Abgelegt unter:  maxismum um 1:03:01

Ich sitze hier und warte auf Mitternacht.
Diesmal nicht mit sichtbaren Geschenken - du bist ja auch nicht sichtbar.
Manchmal fühlbar, manchmal durch seltsame Ereignisse so wunderbar nah und doch für alle irdischen Zeiten fern.
Wie wir das jetzt so “machen” sollen ohne das glückliche und so dankbare Geburtstagskind ist mir ein Rätsel, ich weiß es wirklich nicht wie dieser und die noch schwereren Tage vorüberziehen können und wir sind immer noch hier, nur du fehlst.
Ich will hier nicht so rührseelig werden, das fandest du nie gut, aber leider verhindert nichts unsere Sehnsucht und unsere Tränen.
Noch 7 Min….
wußtest du, wie sehr du fehlst?
wie sehr du geliebt wirst,
wie wertvoll du unser leben gemacht hast?
Noch 6 Min…………..
Heute hatte dein Freund Philipp Geburtstag, auch der erste ohne dich, gleich feiert ihr zusammen, alle deine Freunde und deine Schwester werden zusammen sein, ich bin mir sicher, du bist auch dabei.
Noch 4 Min………………………
Oh mein Gott, Max
3………………………..
Max
2……………………….
Max hörst du mich?
1……………………………
Wenn es dir nur gut geht, da wo du jetzt bist

Happy Birthday mein Schatz

Wir sind voller Stolz auf den besten Sohn den wir uns immer gewünscht haben. DICH!

MUM

20.02.2005

Heute vor einem Jahr…….

Abgelegt unter:  maxismum um 16:35:16

Heute vor einem Jahr war Karnevalsfreitag.
Der Tag an dem du deinen Führerschein machtest. Ein Tag zum feiern …… dachten wir bis zum 23.3.2004 um 9.23 Uhr.
Es war ein schöner fast sonniger Frühlingstag, aber sehr kalt. So kalt wie deine Hände an dem Morgen. Ich spürte wie aufgeregt du warst. Äußerlich warst du sehr COOL. Seit über einem Jahr wartest du auf diesen Tag.
Die Wahl der Fahrschule hattest du alleine mit Freunden getroffen. Im Nachhinein denke ich, es war absolut die Falsche.
Das Führerscheinfoto war schon vor ca. 10 Monaten gemacht worden, das Auto stand seit deinem 18. Geburtstag im März 2003 vor der Haustüre, fertig angemeldet, versichert … - alles war bereit. Nur dieser Führerschein fehlte.
Seltsam fand ich, dass du eigentlich gar nicht an dem Auto herumbastelst oder im Vorhof einparken übtest.
Nein, erst wolltest du den Schein in der Hand halten.
Papa und ich fuhren ab und zu mit dem Auto. Es lief prima, hatte nur eine für mich seltsame Kupplung, irgendetwas war da so blöd daran, das ich immer an den Ampeln abwürgte. ”Na, Max, daran musst du dich erst gewöhnen, das Ding ist nicht so einfach zu fahren,” das hat er mir nachher bestätigt.
Aber heute sollte es endlich soweit sein. Führerscheinprüfung!
Die Fahrstunden waren meist mit riesigen Abständen erteilt worden. Erst zuletzt bekam Max mal 5 Std. in engerem zeitlichen Zusammenhang.
Es hat geklappt!!! Als ich um ca. 14.00 Uhr nach Hause kam, strahlte mir Max in der Haustüre schon entgegen, den Führerschein in der winkenden Hand. Die Sonne strahlte mit Max und mir um die Wette.
Er fuhr sofort zu seinem Freund Micha und nahm den vergessenen Regenschirm mit. Er war soooo stolz.
Wir, die Eltern fuhren an diesem Wochenende in den Schwarzwald zu Verwandten. Max und Miggi wollten bei uns zu Hause Party machen, was sie auch gemacht haben. Wir vertrauten Max völlig. Er würde das Auto nach Alkoholgenuß nicht mehr anfassen, da brauchten wir nicht zu ermahnen. Max war sehr verantwortungsbewußt.
So war es auch, erst am Dienstagabend fuhr er eine kurze Strecke, ca 500m, zum Altglascontainer.
Max steckte mitten im Abi und hatte nicht viel Zeit herumzufahren. Kurze Fahrten zur Schule, ca. 3,5 km - und zu seinen Freunden, das war alles. Bis auf 2 Fahrten nach Oberhausen ins Centro. Einmal mit mir und einmal mit Freunden. es waren reine Stadtfahrten. Bis auf die Rückfahrt mit seinen Freunden vom Centro. Die Freunde wollten über die Autobahn zurück. Max berichtete mir, dass er enorme Schwierigkeiten gehabt habe die Auffahrt zu finden . Er war sehr gestresst und bat mich mit ihm Autobahnfahren zu üben. “Klar, Max sag wann?". Wir kamen nie mehr dazu.
Max hatte in diesen paar Tagen auch noch eine Grippe mit sehr hohem Fieber. Er lag mind.2 Tage echt schlimm im Bett. das war für ihn sehr ungewöhnlich. Er war sehr selten krank, aber wenn ihn was erwischte war es sehr heftig.
Im Nachhinein bin ich für diese Tage sehr dankbar. Ich konnte ihn da noch einmal so richtig umsorgen und pflegen. Ich weiß noch wie dankbar er war, als nach den eiskalten Wadenwickel das Fieber endlich sank.
Er lies sich auch mit Genuß die Brust, den Rücken und den Hals mit Erkältungsbalsam einreiben. In diesen Tagen stand das Auto wieder ohne seinen Besitzer herum. Ich glaube, er hat nur einmal in der Zeit getankt, und auch nur ,weil sein Papa damit nach Bonn gefahren war. Ja, er war sehr fahrunerfahren, das war sein und unser großes Verhängnis.
Max hatte sich ein kleines, preiswertes Auto gewünscht. Heute würde ich ein Anderes kaufen. Es kann gar nicht genug Blech um unsere Kinder herum sein. Wichtig wären auch Airbags und bessere Gurte gewesen. Diesen Vorwurf machen wir uns. Die Gurte waren so ausgeleiert (ca. 14 J. alt), es war echt egal ob man sie anlegte oder nicht. Wir wollten neue Gurte einbauen lassen, hatten das aber vergessen, da keine Citroenwerkstatt in unserer Nähe war. Max fuhr einen kleinen roten Citroen AX. Auch hatte das Auto ein altes Radio mit Kassettenlaufwerk. Um an eine Ersatzkassette in der tiefen Ablage auf der Beifahrerseite zu kommen mußte man sich abschnallen. Das Geld für ein neues Gerät mit CD-Wechsler hatte Max am 18.03.2004 bekommen, an seinem 19.Geburtstag. Nur fehlte es an der Zeit einen zu besorgen ……..
Im Autowrack habe ich später “Bandsalat” vorgefunden!!! Reste eines Tapes flatterten mir entgegen. (Der Wolf)
Er soll nicht angeschnallt gewesen sein?!

der beste Sohn den man sich erträumen und wünschen kann ist auf dem Weg zu den Sternen -
fragt nicht nach der Leere und dem Schmerz den er hinterlies -
Erinnert euch an sein Lachen, seinen brillianten Geist und seine Lebensfreude ……..
Einer - wie Keiner
Nichts ist so wie es einmal war …………………….

12.07.2004

Was lange Haare so alles ausmachen…

Abgelegt unter:  maxismum um 8:52:08

Eines Tages beschloß Maximilian seine Haare auch lang wachsen zu lassen. Wenigstens einen Zopf sollte man machen können.
Zwei Jahre lang ließ er tapfer seine Haare wachsen, ganz Gleich welche Kommentare die Umwelt auch abgab. Und das waren ziemlich viele und ziemlich doofe Kommentare.
Er pflegte seine Haare wirklich gut. Jeden Tag wurden sie gewaschen und nur die besten Pflegeproduckte durften an seine Haare.
Als er ungefähr 17 Jahre alt war, ließ er sich auch noch einen Bart wachsen und trug seine Überschulterlangen Haare offen.
Er fuhr mit einem üblichen Schulbus nach Hause. Als er aussteigen wollte, war die übliche, nervige Rangelei im Gange. Eine große Menge anderer Schüler wollten einsteigen und Max wollte raus. Zwei Sachen die nicht gleichzeitig gehen, zumindest nicht in einem Schulbus. Es war also eine kleine Rangelei im gange.
Plötzlich ertönte eine Stimme:
“L A ß T J E S U S A U S S T E I G E N !!!”
Eine Gasse tat sich vor Maximilian auf, schweigen auf allen seiten…
Max stieg verwundert aus und die Meute schloß sich hinter ihm und stürmte den Bus.
Zu Hause erzählte er uns die Geschichte und war recht sauer auf diesen “Penner” der das gerufen hatte. Erst als wir sagten: ” Kann es den eigentlich einen schöneren Vergleich , als den mit Jesus geben?”
” Joh, lachte er, da habt ihr recht.”
So war ein neuer Spitzname geboren.